Ulmensterben-Ratgeber

Ulmensterben: erkennen, behandeln und ersetzen

Ratgeber zur Holländischen Ulmenkrankheit – Symptome erkennen, befallene Bäume schützen und geeignete Ersatzbaumarten für Stadtgrün und Parks auswählen.

Feldulme (Ulmus minor) – in Deutschland durch Ulmenkrankheit stark gefährdet

Ratgeber

Aktuelle Beiträge

Typische Symptome der Holländischen Ulmenkrankheit – Verwelken und Verfärben der Äste

Diagnose

Ulmensterben: Diagnose und Symptome

Wie die Holländische Ulmenkrankheit erkannt wird – Symptome, Verlauf und Unterscheidung von anderen Baumkrankheiten.

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Ophiostoma ulmi – Erreger der Holländischen Ulmenkrankheit

Schutz

Schutz und Behandlung befallener Ulmen

Welche Maßnahmen den Befall verlangsamen, Nachbarbäume schützen und wann die Fällung unvermeidlich ist.

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Zelkova serrata – geeignete Ersatzbaumart für erkrankte Ulmen

Ersatzpflanzung

Ersatzpflanzung: Alternativen und resistente Sorten

Welche Baumarten als Ersatz für erkrankte Ulmen im Stadtgrün geeignet sind – und welche resistenten Ulmensorten es gibt.

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Grundlagen

Die Holländische Ulmenkrankheit

Das Ulmensterben (Holländische Ulmenkrankheit) wird durch den Pilz Ophiostoma novo-ulmi verursacht, der von Ulmenborkenkäfern übertragen wird. In Deutschland hat die Krankheit seit den 1970er Jahren große Teile des Ulmenbestands vernichtet.

Symptome der Ulmenkrankheit

Symptome

Erste Anzeichen sind welkende und sich rollende Blätter an einzelnen Ästen (Flagging). Darunter zeigt sich im Holz eine ringförmige braune Verfärbung der Gefäße. Im Verlauf stirbt der gesamte Baum innerhalb von Wochen bis Jahren ab.

Ophiostoma ulmi – Ulmenpilz

Erreger und Übertragung

Der Pilz Ophiostoma novo-ulmi wird hauptsächlich durch den Großen Ulmensplintkäfer (Scolytus scolytus) und den Kleinen Ulmensplintkäfer (Scolytus multistriatus) beim Reifungsfraß übertragen. Verwurzelte Bäume können sich über Wurzelkontakt gegenseitig anstecken.

Flatterulme (Ulmus laevis) – natürlich weniger anfällig

Anfälligkeit verschiedener Arten

Die Feldulme (Ulmus minor) und Bergulme (Ulmus glabra) sind sehr anfällig. Die Flatterulme (Ulmus laevis) ist natürlicherweise etwas weniger anfällig, da sie weniger vom Ulmenborkenkäfer befallen wird. Resistente Hybridsorten bieten die beste Schutzalternative.

„Das Ulmensterben hat in Deutschland in wenigen Jahrzehnten mehr Bäume vernichtet als jede andere Baumkrankheit in der jüngeren Geschichte." — Julius Kühn-Institut, Forschungsbericht Baumkrankheiten

Ersatzbaumarten

Geeignete Alternativen für gefällte Ulmen

Nach dem Verlust von Ulmen im Stadtgrün oder in Parkanlagen stellt sich die Frage nach geeigneten Ersatzbaumarten. Diese sollten urban tauglich und an das deutsche Klima angepasst sein.

Zelkova serrata – Ersatzbaumart für Ulmen

Japanische Zelkove (Zelkova serrata)

Die Zelkove ist der klassische Ersatz für Ulmen im Stadtgrün. Gleiche Wuchsform, ähnliche Blattstruktur, robust gegen Trockenheit und urbane Belastungen. Wird in vielen deutschen Stadtgrünplanungen empfohlen.

Winterlinde (Tilia cordata) – bewährte Stadtbaum-Alternative

Winterlinde (Tilia cordata)

Bewährter heimischer Stadtbaum mit guter Hitze- und Trockenheitstoleranz. Auf tiefgründigen, nährstoffreichen Böden gut geeignet. Wichtige Nahrungsquelle für Bienen.

Feldahorn (Acer campestre) – heimische Alternative für kleinere Stadtbäume

Feldahorn (Acer campestre)

Kleinerer Stadtbaum oder Strauch, der auch als Heckengehölz eingesetzt werden kann. Heimisch in Deutschland, sehr anpassungsfähig, gute Trockenheitstoleranz. Geeignet für Standorte, an denen keine großkronigen Bäume gewünscht sind.

Fragen zum Ulmensterben

Fragen zu befallenen Bäumen, Schutzmaßnahmen oder Ersatzpflanzungen können über das Kontaktformular gestellt werden.